Meine Summer Bucket List und wie man die Zeit verlangsamen kann

Julia Sang Nguyen Rosengarten-1

Gestern entdeckte ich bei meinem Sonntagsspaziergang einen verwunschenen Rosengarten. Wild und natürlich, mit vielen Sitzmöglichkeiten unter riesigen Rosensträuchern und einem frischen, fruchtigen Duft in der Luft, besser als jedes Parfüm. Kein Mensch weit und breit. Ein Kontrastprogramm zu den letzten Tagen, an denen ich mir auf vollen Festen und Open-Airs die Seele aus dem Leib tanzte, kühle Drinks unterm Sommerhimmel schlürfte und nachts jackenlos nach Hause lief ohne zu frieren. Der Rosengarten war ein Ort an dem ich wieder Energie auftanken konnte. Ich hatte Zeit zum Reflektieren und genügend Ruhe um meine Wünsche zu hören. So lange wartete ich auf den Sommer, deshalb kann ich nicht zulassen, dass er an mir vorbeizieht.

Die Zeit kann ich nicht anhalten, aber ich kann sie verlangsamen.

Ich kann den Sommer beinahe ins Unendliche ausdehnen indem ich bewusst und intensiv lebe. Jeden einzelnen Moment und Tag. Viel erleben, viel bewegen, viel aufnehmen. Ganz bewusst Reize aufnehmen: Sehen, schmecken, riechen, hören, fühlen.

Im Rosengarten schrieb ich mir meine Summer Bucket List für den Sommer zusammen. Kein „Das könnte ich noch tun“, sondern zehn „Das werde ich noch tun“:

  1. Schreie laut aufs Meer, in den Wald oder aufs Feld
  2. Lerne jemand Neues kennen
  3. Tanze an einem lauen Sommerabend bis zum Morgengrauen
  4. Wohne in einer anderen Stadt.
  5. Besuche eine Vernissage und setze dich ganz lange mit den Werken auseinander
  6. Laufe Barfuß nach Hause.
  7. Besuche einen Freund/ eine Freundin, den/die du schon lange nicht mehr gesehen hast
  8. Esse mit deinen Lieblingsmenschen unter freiem Himmel
  9. Baue ein Zelt auf und verbringe die Nacht im Freien
  10. Ziehe dein schönstes Kleid an und gehe mit dem Lieblingsjungen aus

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Holunderblüten Pancakes

Rezept für fructosefreie Holunderblüten Pancakes _ Julia Sang Nguyen

Rezept für fructosefreie Holunderblüten Pancakes by Julia Sang Nguyen
Eine meiner liebsten Achtsamkeitsübungen im Frühsommer ist die Ernte von Holunderblüten. Mit einem Korb Spazierengehen und die Augen aufhalten, die Umgebung nach Holundersträucher abscannen, Holunderblüten von Vogelbeerenblüten unterscheiden, die Dolden vorsichtig mit einer Schere abschneiden und dabei den lieblichen Duft einatmen. Sehen, fühlen, riechen und am Ende schmecken. Ich mache mir wieder fructosefreien Holunderblütensirup für den Sommer, das einfache Rezept dafür findet ihr hier. Und heute kommt eine weitere Idee, wie ihr eure Blüten verarbeiten könnt. Ein Snack aus meiner Kindheit, das ich zuletzt vor 18 Jahren gegessen habe und jetzt erst wieder entdeckt habe, weil ich lange nicht wusste, was die besondere Zutat der Pancakes ist. Aber Achtung: Die Holunderblütenzeit ist in 1-2 Wochen vorbei, ihr müsst euch also mit dem Pflücken beeilen.

Holunderblüten Pancakes

  • Servings: 4
  • Time: 25min
  • Difficulty: einfach
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Zutaten:
16 aufgeblühte Holunderblütendolden
150g Dinkelmehl
150ml ungesüßter Mandeldrink
3 Eier
4 EL Getreidezucker
1/2 Zitrone (nur abgeriebene Schale)
1 Prise Salz

  1. Dinkelmehl, Mandeldrink, Getreidezucker, Zitronenschale, Salz und Eigelb mischen
  2. Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter den Teig mischen
  3. Holunderblütendolden am Stiel fassen, in den Teig tunken und mit 1 Schuss Distel- oder Rapsöl in der Pfanne beidseitig ausbraten

 
 
 
 
 
 

 
 

Getreidezucker als fructosefreie Alternative zum Süßen: In letzter Zeit backe und koche ich ausschließlich mit Getreidezucker von Frusano. Der fructosefreie Getreidezucker verhält sich beim Backen wie Kristallzucker, was die Handhabung immens erleichtert. Meinen Getreidezucker kaufe ich immer bei dm oder im Reformhaus.
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Was ziehe ich an als Hochzeitsfotografin?

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Was ziehe ich an als Hochzeitsfotografin?
Wie man unschwer an den unzähligen Hochzeitscollagen sieht, sind wir wieder mitten in der Hochzeitssaison. Auch ich tanze wieder fröhlich auf einigen Hochzeiten herum, jedoch als Hochzeitsfotografin (weil mein Freundeskreis noch nicht ganz so weit ist) und überlege mir regelmäßig was ich anziehe. Heute gibt es ein paar Tipps von mir:

  • Dezent und unauffällig, dennoch schick. Um natürliche Momentaufnahmen machen zu können, müsst ihr euch unter die Gäste mischen. Ein Shirt mit Logo und Webseitelink enttarnt euch nicht nur sofort als Fotograf, sondern zerstört auch die Atmosphäre und die Fotos der anderen Gäste.
  • Ärmellos oder nicht eng an den Achseln anliegend. Einige Momente während der Hochzeit können ziemlich schweißtreibend sein. Sei es die Wärme, der Adrenalinschub in stressigeren und wichtigen Situationen wie die Ringübergabe oder wenn doch etwas schiefgeht. Es gibt nichts unangenehmeres und unschönes als nasse Achselhöhlen und sichtbare Schweißflecken, deshalb lieber kein Stoff an den Achseln.
  • Baumwolle und andere atmungsaktive Stoffe. Für eine Hochzeitsreportage ist man bis zu 12 Stunden unterwegs. Bequeme und luftige Stoffe, die Schweiß absorbieren und bei denen keine Gerüche entstehen sind ein MUSS. Ihr wollt schließlich keine Duftwolken verteilen. Sehr anfällig für Geruchsbildung sind Polyester und seidenartige Stoffe, die nicht aus Naturfasern bestehen. Lasst die Finger davon, vor allem bei Oberteilen.
  • Flache Schuhe mit dämpfender Sohle. Bei einer Hochzeitsreportage werden etliche Kilometer zurückgelegt. Vor allem wenn man Festbrennweiten benutzt. Wählt daher bequeme, flache Schuhe, die ihr bereits eingelaufen habt. Schuhe von denen ihr keine Blasen bekommt und in denen ihr geräuschlos laufen könnt. Gerade bei Sandalen mit ultradünner Sohle und Ballerinas ist die Gefahr groß mit der falschen Gangart zu Stampfen (selbst leichte und dünne Menschen können das). Das ist nicht nur unelegant, sondern auch sehr anstrengend für die Gelenke. Quietschende Schuhe sind natürlich auch ein No-Go.
  • Keinen Modeschmuck. Armbänder, lange Ketten und große Ohrringe machen nicht nur Geräusche; an einem langen Shootingtag, speziell im Sommer, können sie ganz schön nerven und unangenehm werden. Habt so wenig Ballast an euch wie möglich.
  • Am besten Hosen. Ich setze bei meinen Hochzeitsreportagen und Shootings lieber auf Hosen, weil man sich hier keine Gedanken beim Auf- und Abspringen machen muss, rumklettern und sich auch mal hinknien kann. Eine luftige Anzugshose, Leinenhose oder Culottes.
  • Knielange Kleider. Wenn es doch lieber ein Kleid sein soll, würde ich ein mindestens knielanges nehmen, in einer dezenten Farbe (kein weiß) und auf keinen Fall enganliegend.
  • Keinen Ausschnitt. Passt auf, dass man nicht tief reinblicken kann, wenn ihr euch bückt. Zu aufreizende Klamotte ist bei einer Hochzeit unpassend. Das gleiche gilt auch für einen Rückenausschnitt.
  • Kleine Taschen. Am besten schon an der Klamotte, ansonsten eine Mini-Umhängetasche für Speicherkarten, Akku oder Batterien. Manchmal geht alles sehr schnell, sodass man keine Zeit hat um zur Kameratasche zu laufen und Nachschub zu holen. Taschentücher sind auch sehr praktisch zum Schweißabtupfen bei Portraits und für weinende Familienmitglieder oder für Notfälle wie Nasenbluten. Auf einer Hochzeit hat man bei den meisten Motiven schließlich nur einen einzigen Versuch und muss daher immer anwesend sein.

Was ziehe ich an als Hochzeitsfotografin?
Ich trage:
Oberteil – COS
Hose – Esprit
Schuhe – Manebi
Was ziehe ich an als Hochzeitsfotografin?

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